Viele WhatsApp-Nutzer haben sich diese Funktion schon lange gewünscht: Künftig können Sie bei WhatsApp einen Benutzernamen verwenden und müssen Ihre private Telefonnummer nicht mehr jedem fremden Kontakt mitteilen.
Die Einführung startet derzeit weltweit schrittweise. Wer möchte, kann sich seinen gewünschten Benutzernamen bereits reservieren.
Warum ist das wichtig?
Bis heute funktioniert WhatsApp hauptsächlich über die Telefonnummer.
Wer Ihnen eine Nachricht schreiben möchte, benötigt Ihre Handynummer. Das führt immer wieder zu Problemen:
- In WhatsApp-Gruppen sehen oft alle Teilnehmer Ihre Telefonnummer.
- Bei Vereinsarbeit, Nachbarschaftshilfe oder Kleinanzeigen muss die eigene Nummer an fremde Personen weitergegeben werden.
- Unerwünschte Kontakte können die Nummer speichern oder weitergeben.
- Die Telefonnummer wird häufig für Spam-Anrufe oder Betrugsversuche genutzt.
Mit den neuen Benutzernamen soll sich das ändern.
So funktionieren die neuen Benutzernamen
Statt Ihre Telefonnummer weiterzugeben, können Sie künftig einen persönlichen Benutzernamen verwenden – ähnlich wie bei Instagram oder Telegram.
Ein Beispiel:
Statt Ihre Telefonnummer
0171 1234567
weiterzugeben, genügt künftig beispielsweise:
@guglhupf
Andere Nutzer können Sie dann über diesen Namen kontaktieren, ohne Ihre Telefonnummer zu kennen.
Die Telefonnummer bleibt weiterhin für die Einrichtung des WhatsApp-Kontos notwendig, wird aber neuen Kontakten nicht mehr automatisch angezeigt.
Ihre Telefonnummer bleibt verborgen
Besonders interessant ist die Neuerung für:
- WhatsApp-Gruppen
- Vereine und Ehrenamt
- Flohmarkt- und Kleinanzeigenkontakte
- Reisegruppen
- Kurs- und Schulungsgruppen
- Nachbarschaftshilfen
Wer beispielsweise einen Smartphone-Kurs anbietet oder eine Vereinsgruppe betreut, kann künftig den Benutzernamen weitergeben und die private Mobilnummer schützen.
Gibt es ein öffentliches Telefonbuch der Benutzernamen?
Nein.
WhatsApp hat angekündigt, dass es kein öffentliches Verzeichnis aller Benutzernamen geben wird.
Niemand kann also einfach nach beliebigen Namen suchen und anschließend Nachrichten verschicken.
Wer Sie kontaktieren möchte, muss Ihren exakten Benutzernamen kennen. Dadurch soll Missbrauch deutlich erschwert werden.
Zusätzlicher Schutz durch einen Sicherheitscode
Optional plant WhatsApp einen zusätzlichen Schutzmechanismus:
Neben dem Benutzernamen kann ein vierstelliger Sicherheitscode eingerichtet werden.
Dann reicht der Benutzername allein nicht mehr aus, um Sie anzuschreiben. Die andere Person benötigt zusätzlich diesen Code.
Das erinnert ein wenig an die Kombination aus Hausnummer und Türschlüssel.
Muss ich einen Benutzernamen verwenden?
Nein.
Die Nutzung ist freiwillig.
Wer weiterhin ausschließlich über seine Telefonnummer erreichbar sein möchte, kann dies auch künftig tun.
WhatsApp wird also niemanden zur Nutzung eines Benutzernamens zwingen.
Wie reserviere ich meinen Benutzernamen?
Sobald die Funktion auf Ihrem Smartphone verfügbar ist, finden Sie sie in den WhatsApp-Einstellungen.
Auf Android:
Einstellungen → Konto → Benutzername
Auf dem iPhone:
Einstellungen → Profil → Benutzername erstellen
Da die Einführung weltweit schrittweise erfolgt, kann es sein, dass die Funktion bei Ihnen noch nicht angezeigt wird. Ein aktuelles WhatsApp-Update ist daher empfehlenswert.
Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?
Wählen Sie möglichst einen Namen:
- der leicht zu merken ist,
- der nicht zu viele Zahlen enthält,
- den Sie auch anderen Personen problemlos nennen können.
Gut geeignet sind beispielsweise:
@herbert.schabulke@maria.mueller@seniorenundtechnik
Weniger günstig wären komplizierte Varianten wie:
@user_4827_abc@xy94test2026
Unser Fazit
Die Einführung der Benutzernamen ist vermutlich die größte Datenschutz-Verbesserung bei WhatsApp seit vielen Jahren.
Endlich können Nutzer selbst entscheiden, wem sie ihre Telefonnummer tatsächlich mitteilen möchten.
Gerade für ältere Menschen, Vereine und ehrenamtlich Tätige ist das ein großer Gewinn an Privatsphäre und Sicherheit.
Wer einen bestimmten Benutzernamen nutzen möchte, sollte nicht zu lange warten und ihn reservieren, sobald die Funktion auf dem eigenen Smartphone erscheint.
Die Einführung erfolgt seit Ende Juni 2026 weltweit schrittweise. Nutzer können ihre Namen bereits reservieren, die eigentliche Nutzung wird in den kommenden Monaten für alle freigeschaltet
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