Ein verlorenes Fotoalbum kann man nicht zurückkaufen. Ein gutes Backup schützt vor bösen Überraschungen.
Im Jahr 2004 brannte die berühmte Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar. Mehr als 50.000 wertvolle Bücher gingen verloren – ein kultureller Schaden von vielen Millionen Euro. Dieses Bild zeigt eindrücklich: Wenn etwas einmal zerstört ist, ist es unwiederbringlich verloren.
Übertragen auf unsere digitale Welt bedeutet das: Auch unsere „digitale Bibliothek“ aus Fotos, Videos und Dokumenten kann von heute auf morgen verschwinden – sei es durch einen Festplattencrash, einen Computervirus oder ganz einfach durch Unachtsamkeit.
Der digitale Super-GAU
Stellen Sie sich vor: Die Festplatte im Computer gibt plötzlich den Geist auf. Auf einen Schlag sind alle Erinnerungen, die sich über viele Jahre angesammelt haben, weg. Oder ein Trojaner verschlüsselt sämtliche Dateien, und ein Zugriff ist nicht mehr möglich. Vielleicht war da ja noch ein USB-Stick mit einer Sicherung – aber wo liegt der eigentlich?
Solche Szenarien sind leider keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen.
Wodurch Daten verloren gehen
Die Ursachen für Datenverlust sind vielfältig. Mal ist es schlicht ein mechanischer Defekt, mal ein unglücklicher Zufall wie ein Wasserschaden oder ein Wohnungsbrand. Auch Überspannungen durch Gewitter oder ein gestohlener Laptop können dazu führen, dass wichtige Dateien plötzlich verschwinden. Und nicht zuletzt können auch Schadprogramme großen Schaden anrichten.
Die goldene Regel
Die wichtigste Empfehlung für ein sicheres Backup nennt sich 3-2-1-Regel. Dahinter steckt eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Idee: Es sollten immer drei Kopien der Daten existieren. Zwei davon befinden sich auf unterschiedlichen Speichermedien im eigenen Haushalt – also zum Beispiel auf dem Rechner selbst und zusätzlich auf einer externen Festplatte. Die dritte Kopie sollte jedoch an einem ganz anderen Ort aufbewahrt werden. So ist sichergestellt, dass selbst bei Brand oder Diebstahl nichts verloren geht.
Backuptausch
Eine sehr praktische Möglichkeit ist der sogenannte „Ringtausch zweier Datenträger“. Dabei ist ein Datenträger immer an einem anderen Ort, evtl bei Nachbarn, Freunden osder Verwandten. Somit beugt man dem Datenverlust bei Einbruch, Feuer, Wasser oder sonstigen Katastrophen vor. Die Datenträger werden regelmäßig (z.B. wöchentlich) getauscht. Dadurch hat mann im Krisenfall immer eine Datenkopie zur Verfügung, die nicht älter als eine Woche ist.
USB-Speicher und Cloud
Viele beginnen mit einem ganz klassischen USB-Speicher. Das funktioniert gut, hat aber den Nachteil, dass man selbst immer daran denken muss, das Backup regelmäßig zu starten. Noch besser ist es, wenn man die externe Sicherung mit einem Cloud-Dienst kombiniert. Dann gibt es neben der lokalen Sicherung noch eine zusätzliche Kopie im Internet, die auch bei einem Diebstahl oder Wohnungsbrand erhalten bleibt.
Komfortabler sichern mit NAS
Eine besonders elegante Lösung ist ein sogenanntes NAS – ein kleiner Netzwerkspeicher, der dauerhaft im Heimnetzwerk arbeitet. Er nimmt die Sicherungen der Computer automatisch entgegen, so dass kein manueller Aufwand mehr nötig ist. Viele NAS-Geräte können ihrerseits eine Kopie in die Cloud schicken und sind oft mit zwei Festplatten ausgestattet. Fällt eine davon aus, bleiben die Daten trotzdem erhalten. Wer möchte, kann zusätzlich eine kleine SSD für besonders wichtige Dateien anschließen.
Sicherheit ist Pflicht
Ganz egal, welche Lösung Sie wählen – die Sicherungen sollten immer verschlüsselt sein. So bleiben Ihre Daten auch dann geschützt, wenn ein Datenträger gestohlen oder ein Cloud-Anbieter gehackt wird.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Die ehrliche Antwort lautet: Immer! Backups sollten regelmäßig erfolgen, damit man im Ernstfall nicht auf eine alte Kopie angewiesen ist. Besonders wichtig ist es, vor einem Update des Betriebssystems, vor einem geplanten Rechnerwechsel oder einer Reparatur eine aktuelle Sicherung anzulegen. Auch vor einer längeren Reise empfiehlt es sich, die Daten noch einmal komplett zu sichern.
Mit Backup entspannter leben
Ein funktionierendes Backup bringt vor allem eines: Ruhe. Statt sich Sorgen um den möglichen Verlust wertvoller Erinnerungen zu machen, kann man gelassen bleiben. Denn egal, was passiert – die Daten sind sicher.
Fazit
Ob mit USB-Festplatte, Cloud oder NAS: Wichtig ist, überhaupt mit einer Sicherung anzufangen. Wer sich an die 3-2-1-Regel hält, ist bestens gerüstet. So bleiben digitale Erinnerungen und wichtige Dokumente zuverlässig erhalten.
Alle neuen Artikel kostenlos direkt in Ihre Email-Inbox. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden und verpassen nichts mehr. Melden Sie sich an!
Hilfe:
Haben Sie noch Fragen? Brauchen Sie Unterstützung?
Dann wenden Sie sich an Ihren ehrenamtlichen Digitalbotschafter.

☎️Über diesen Link können Sie einfach ein Telefonat vereinbaren☎️
Oder schicken Sie mir einfach eine Email mit Ihren Fragen und Anregungen.
Sie können auch meiner allgemeinen WhatsApp-Gruppe teilnehmen. Es werden allgemeine Fragen beantwortet und Probleme gelöst. Neue Themen, Termine, Kurse und Onlineveranstaltungen werden regelmäßig bekannt gegeben. Einfach den QR-Code scannen oder anklicken.

